Italien hat die längsten Sommerferien
Italienische Schüler freuen sich jedes Jahr auf die längsten Sommerferien Europas – ganze 13 Wochen vergehen, bis es wieder in die Schule geht. Währenddessen genießen Familien die Zeit am Meer, in den Bergen oder bei Verwandten auf dem Land. Ein beliebtes Reiseziel ist die Insel Sardinien, wo das türkisfarbene Wasser, weißer Sand und die mediterrane Landschaft zum Entspannen einladen.
Viele Italiener nutzen diese lange Pause für ausgedehnte Urlaube, oft mit dem Wohnmobil oder dem Auto. Kleine Dörfer an der Küste füllen sich mit Urlaubern, Tavernen sind voll, und das Leben findet draußen statt – bei Eis, Musik und langen Abenden unter freiem Himmel.
Im Vergleich dazu haben Schüler in Deutschland meist nur sechs bis sieben Wochen Ferien, in Frankreich oder Spanien sind es je nach Region etwas mehr, aber kaum so lange wie in Italien. Der Grund für die lange Pause liegt historisch darin, dass früher in den heißen Monaten viele Kinder in der Landwirtschaft helfen mussten – heute ist die Zeit vor allem Erholung und Freiheit.
Die lange Sommerpause hat aber auch Kritiker: Manche befürchten, dass Kinder nach so viel Zeit ohne Schule viel vergessen. Doch viele Familien sagen: Diese Wochen prägen die Kindheit – mit Strandspaziergängen, Großelternbesuchen und ersten Ferienjobs.
Ob am Lago di Garda, an der Adria oder eben auf Sardinien – eines ist sicher: In Italien wird der Sommer wirklich gelebt.
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