Wo Arbeitslose am besten versorgt sind

Wer in Europa arbeitslos wird, hat Glück, wenn er in Dänemark lebt. Dort erhalten Betroffene bis zu vier Jahre lang Arbeitslosengeld – und das in erstaunlicher Höhe. Im Schnitt zahlt der Staat satte 90 Prozent des vorherigen Einkommens weiter. Bei einem durchschnittlichen Gehalt von 22.604 Euro bedeutet das eine sichere finanzielle Grundlage in unsicheren Zeiten.

Eng an Dänemark dran ist Norwegen, das mit 87,6 Prozent des letzten Einkommens auf Platz zwei liegt. Interessant: Das durchschnittliche Einkommen in Norwegen ist mit rund 31.718 Euro deutlich höher als in Dänemark. Dennoch schneidet das skandinavische Land auch bei der Unterstützung von Arbeitslosen hervorragend ab.

Beide Länder setzen auf starke Sozialsysteme, die Menschen in schwierigen Lebensphasen nicht alleinlassen. Die Leistungen sind Teil einer umfassenden Politik, die Sicherheit und Teilhabe fördert. Während in anderen europäischen Ländern die Bezugsdauer oder der Prozentsatz des weitergezahlten Einkommens oft deutlich geringer ist, zeigen Dänemark und Norwegen, wie soziale Absicherung auf hohem Niveau funktionieren kann.

Es geht dabei nicht nur um Geld, sondern um Würde und Stabilität. Wer weiß, dass er bei Jobverlust nicht ins finanzielle Abseits rutscht, kann gelassener nach neuen Wegen suchen – oder sich weiterbilden. So trägt eine faire Arbeitslosenversicherung nicht nur zum Einzelnen bei, sondern stärkt letztlich die ganze Gesellschaft.

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