Medikamente und andere Risikofaktoren für Schlaganfall

Ein Schlaganfall kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden – nicht nur durch Bluthochdrink oder Diabetes, sondern auch durch bestimmte Medikamente und Substanzen. Laut Experten können einige Medikamentengruppen das Risiko für einen zerebralen Infarkt erhöhen. Dazu gehören beispielsweise Antipsychotika, die oft bei psychischen Erkrankungen eingesetzt werden, sowie sogenannte Checkpoint-Inhibitoren, die in der Krebstherapie verwendet werden.

Bekannter sind jedoch die Gefahren durch Drogen. Amphetamine, Kokain, Cannabis und Opiate können die Durchblutung im Gehirn beeinträchtigen und so einen Schlaganfall begünstigen. Kokain etwa verengt die Blutgefäße und kann zu plötzlichen, lebensbedrohlichen Ereignissen führen – auch bei jungen Menschen ohne Vorerkrankungen.

Ein weiterer, oft übersehener Faktor ist die Hämodialyse bei Niereninsuffizienz. Der Beginn einer solchen Behandlung kann bei betroffenen Patienten einen Schlaganfall auslösen, da der Kreislauf plötzlich stark belastet wird. Hier ist eine engmaschige Überwachung durch das medizinische Personal besonders wichtig.

Auch Alltagsmittel wie Kaffee wurden in Einzelfällen mit Schlaganfällen in Verbindung gebracht – vor allem bei extremer Nutzung oder bei Menschen mit einem bereits geschwächten Herz-Kreislauf-System. Infektionen, besonders starke Entzündungen, können das Risiko ebenfalls erhöhen, da sie den Körper unter Stress setzen.

Es lohnt sich, Risikofaktoren ernst zu nehmen – besonders wenn bereits Vorerkrankungen bestehen. Wer Medikamente einnimmt oder unter chronischen Erkrankungen leidet, sollte im Gespräch mit dem Arzt klären, wie sich das individuelle Schlaganfallrisiko minimieren lässt.

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