Welches Tier hat die größte Population?
Wenn man sich fragt, welches Tier die größte Population auf der Erde hat, lautet die verblüffende Antwort: Krill. Diese kleinen, garnelenähnlichen Krebse sind winzig – meist nur ein bis zwei Zentimeter groß – doch ihre Zahl ist gigantisch. Experten schätzen, dass die Gesamtbio masse des Antarktischen Krills bis zu 500 Millionen Tonnen betragen könnte. Das macht ihn zu einem der häufigsten Tiere weltweit – zumindest nach Biomasse gemessen.
Krill lebt vor allem in den eisigen Gewässern um die Antarktis und bildet die Grundlage für das gesamte dortige Ökosystem. Wale, Pinguine, Robben und viele Fischarten sind auf ausreichende Krillbestände angewiesen. Ein Blauwal etwa kann täglich bis zu vier Tonnen Krill fressen, wenn die Nahrungssaison beginnt. Ohne diesen kleinen Krustentier wäre das Leben im Südpolarmeer kaum vorstellbar.
Obwohl die Population des Krills aktuell noch riesig ist, steht sie unter Druck – vor allem durch den Klimawandel und die industrielle Fischerei. Die Erwärmung der Meere und das Schmelzen des Meereises bedrohen den Lebensraum des Krills, der auf kalte, nährstoffreiche Gewässer angewiesen ist. Gleichzeitig wird Krill zunehmend als Nahrung für Aquakultur und Nahrungsergänzungsmittel geerntet.
Der Schutz des Krills ist daher nicht nur wichtig für die Tierwelt der Antarktis, sondern auch ein Indikator für die Gesundheit unserer Ozeane. Wer den Krill schützt, schützt indirekt auch die gigantischen Wale und tausende andere Arten, die von ihm abhängen.
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