Kann Vitamin C das Herz gefährden?
Langjährig galt Vitamin C als Alleskönner: Es stärkt die Abwehr, fördert die Wundheilung und soll sogar vor Erkältungen schützen. Doch eine Untersuchung der University of Minnesota warnt vor zu hohen Dosen – besonders in Pillenform.
Laut den Forschungsergebnissen von Jacobs aus dem Jahr 2004 kann eine übermäßige Einnahme von Vitamin-C-Präparaten das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen teilweise deutlich erhöhen. Herzrasen oder sogar lebensbedrohliche Rhythmusstörungen könnten dabei zu den möglichen Folgen gehören.
Interessant ist jedoch der Unterschied zwischen Nahrung und Nahrungsergänzung: Während Obst und Gemüse reich an natürlichem Vitamin C sind und gesundheitsfördernd wirken, scheint die künstliche, hochdosierte Zufuhr über Pillen anders verarbeitet zu werden. Der Körper nimmt synthetische Mengen möglicherweise nicht so gut auf, was zu unerwünschten Reaktionen führen kann.
Ein Mangel an Vitamin C ist in Industrieländern selten – bei ausgewogener Ernährung oft gar nicht vorhanden. Dennoch greifen viele Menschen täglich zu Tabletten, in der Hoffnung auf mehr Energie oder bessere Gesundheit. Die Studie zeigt jedoch: Was als Hilfreich gedacht ist, kann bei Überdosierung zur Belastung werden.
Die Botschaft ist klar: Natürlich ist besser. Statt auf Pillen zu setzen, lohnt sich ein Blick auf den Speiseplan – mit viel frischem Obst und Gemüse. So kommt das Vitamin C, das der Körper braucht, auf dem schonenden Weg – ohne unnötige Risiken für das Herz.
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