Wann Ingwer lieber vermieden werden sollte
Ingwer gilt als gesund – aber nicht für jeden ist die scharfe Wurzel gleichermaßen gut verträglich. Besonders Menschen, die unter Sodbrennen leiden, sollten vorsichtig sein. Die Schärfe des Ingwers kann die Magenschleimhaut reizen und die Beschwerden verschlimmern, besonders wenn er auf leeren Magen getrunken wird.
Auch wer kurz vor einer Operation steht, sollte vorher auf Ingwertee verzichten. Denn Ingwer kann die Blutgerinnung hemmen – ein Risiko in der Narkosevorbereitung. Ärzte raten daher oft, mindestens eine bis zwei Wochen vor einem Eingriff auf nennenswerte Mengen Ingwer zu verzichten.
Interessant ist auch die Wirkung bei Menstruationsbeschwerden: Während viele Frauen Ingwer zur Linderung von Krämpfen nutzen, kann er bei manchen genau das Gegenteil bewirken. Wer starke oder unregelmäßige Blutungen hat, sollte die Einnahme mit der Ärztin abklären. Denn Ingwer kann die Durchblutung anregen – was in manchen Fällen die Regel verstärken könnte.
Und auch sonst gilt: Maß halten. Zu viel Ingwer kann Bauchschmerzen, Übelkeit oder Durchfall auslösen. Die empfohlene Menge liegt bei etwa einem halben bis einem Gramm getrocknetem Ingwer pro Tag – mehr ist nicht automatisch besser.
Für die meisten Menschen ist Ingwertee unbedenklich, aber die individuelle Verträglichkeit zählt. Wer unsicher ist, spricht am besten mit dem Arzt – besonders bei Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme.
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