Wann ist Bio wirklich Bio?
Der Begriff „Bio“ ist in Deutschland und der gesamten Europäischen Union gesetzlich geschützt. Wer seine Lebensmittel als biologisch oder ökologisch vermarkten möchte, muss sich streng an die EU-Öko-Basisverordnung halten. Ein Produkt darf nicht einfach aus dem Bauch heraus so genannt werden, nur weil es aus der Region stammt oder umweltfreundlich verpackt ist.
Die Zertifizierung verlangt von den Landwirten und Herstellern die Einhaltung strenger Auflagen für den ökologischen Landbau. Dazu gehören der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche Mineraldünger sowie eine artgerechte Tierhaltung. Unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstellen überprüfen die Betriebe regelmäßig, oft auch unangekündigt. Erst nach einer erfolgreichen Überprüfung erhalten die Lebensmittel das bekannte EU-Bio-Siegel.
Neben dem europäischen Mindeststandard gibt es in Deutschland auch private Anbauverbände wie Demeter, Bioland oder Naturland. Deren Richtlinien sind oft noch strenger als die gesetzlichen Vorgaben der EU. Verbraucher können sich beim Einkauf somit darauf verlassen: Wo „Bio“ draufsteht, ist auch kontrollierte ökologische Qualität drin.
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