Wer hat die längsten Sommerferien in Deutschland?
In Deutschland gibt es keine einheitlichen Ferienregelungen – jedes Bundesland legt selbst fest, wann Schule zu- und wieder aufgeht. Doch eine Sache bleibt bemerkenswert: Bayern und Baden-Württemberg fallen immer wieder auf, wenn es um die Dauer der Sommerferien geht.
Beide Länder beginnen die Sommerferien erst später als der Rest der Republik, meist erst Ende Juli. Der Grund? Eine lange Tradition: In diesen Regionen haben Schüler im Frühjahr längere Pfingstferien, was den Sommerurlaub entsprechend verschiebt. Während andere schon am Strand oder im Schwimmbad sind, sitzen bayerische und baden-württembergische Schüler oft noch im Klassenzimmer.
Doch dadurch haben sie nach dem Schulende oft etwas mehr Zeit zum Ausspannen – manchmal sogar bis Anfang September. Das bedeutet: Auch wenn sie später loslegen, haben sie am Ende doch eine der längsten Ferienphasen des Landes.
Ein weiterer Vorteil: Die Hauptreisezeit ist dann schon vorbei. Familien aus Bayern oder Baden-Württemberg können oft günstiger verreisen, weil die Ferienziele nicht mehr so überlaufen sind. Wer Ruhe sucht, profitiert vom versetzten Plan.
Trotzdem wechseln die Bundesländer jedes Jahr ab, wer zuerst in die Ferien geht – ein Prinzip, das verhindern soll, dass alle gleichzeitig unterwegs sind. Nur Bayern und Baden-Württemberg bilden hier eine feste Ausnahme. Eine lange Tradition, die auch 2023 wieder galt – und vielen Schülern einen verspäteten, aber umso entspannteren Sommer bescherte.
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