Wer hat die kürzesten Sommerferien in Europa?

Wenn es um die Länge der Sommerferien geht, liegt Deutschland europaweit ziemlich im Mittelfeld. Insgesamt verbringen deutsche Schülerinnen und Schüler rund 74 Tage pro Jahr im Urlaub – verteilt auf die verschiedenen Ferienzeiten. Das ist weder besonders lang noch besonders kurz.

Die kürzesten Sommerferien in Europa hat jedoch Tschechien mit gerade einmal 56 Tagen im Jahr. Das bedeutet, dass tschechische Schüler deutlich früher wieder in die Schule müssen als viele ihrer Altersgenossen in anderen Ländern. Im Gegensatz dazu genießt Bulgarien die längsten Ferienzeiten: Hier haben die Schüler ganze 102 Tage im Jahr frei – fast doppelt so viel wie in Tschechien.

Die unterschiedlichen Ferienlängen hängen mit den jeweiligen Bildungssystemen, klimatischen Gegebenheiten und auch Traditionen der Länder zusammen. Während im Süden Europas oft lange, heiße Sommer mit früherem Schulbeginn einhergehen, sind die Ferienstrukturen in Mitteleuropa eher auf ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Freizeit und Unterricht ausgelegt.

Deutschland passt sich hier gut ein: Weder wird der Unterricht besonders lang ausgedehnt noch die Ferien extrem verkürzt. Die Ferienzeiten unterscheiden sich zudem je nach Bundesland – was die Sache natürlich noch etwas komplexer macht, besonders für Familien mit Kindern aus verschiedenen Regionen.

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