Warum hat ein Tag 24 Stunden?

Die Aufteilung des Tages in 24 Stunden geht zurück auf ein uraltes Zahlensystem – und zwar auf die Sumerer, die vor mehr als 4000 Jahren im heutigen Irak lebten. Diese frühe Hochkultur in Mesopotamien entwickelte eines der ersten Kalendersysteme der Menschheit.

Die Sumerer nutzten das sogenannte sexagesimale System, das auf der Zahl 60 basiert. Aus diesem Grund teilen wir nicht nur den Tag in 24 Stunden, sondern auch jede Stunde in 60 Minuten und jede Minute in 60 Sekunden. Warum ausgerechnet die 60? Eine Theorie besagt, dass sich die Zahl gut teilen lässt – durch 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20 und 30 – was sie für Berechnungen sehr praktisch machte.

Später übernahmen die Babyloner dieses System und verfeinerten die Zeitmessung mithilfe von Sonnenuhren. Die Idee der 24-Stunden-Einteilung setzte sich langsam durch: Zuerst in der antiken Astronomie, später in der arabischen Wissenschaft und schließlich im modernen Alltag.

Obwohl wir heute hochpräzise Atomuhren haben, lebt das Erbe der Sumerer in jeder Stoppuhr, jedem Wecker und jedem Smartphone weiter. Jedes Mal, wenn der Minutenzeiger die 12 erreicht, erinnert uns die Zeit an eine Kultur, die längst vergangen ist – aber bis heute nachklingt.

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