Welchen Namen trägt man nach der Hochzeit?

Seit jeher wirft die Hochzeit die Frage auf: Welchen Namen führt man fortan gemeinsam? Traditionell übernimmt die Frau den Nachnamen ihres Ehemanns. Diese Gepflogenheit hat Jahrhunderte lang Bestand gehabt und ist auch heute noch bei vielen Paaren die erste Wahl. Doch die Zeiten ändern sich – und mit ihnen auch die Vorstellungen von Gleichberechtigung und Individualität.

Immer mehr Paare entscheiden sich heute anders. Eine emanzipierte Variante ist, dass der Mann den Familiennamen der Frau annimmt. Ob aus symbolischen Gründen oder zur Würdigung weiblicher Identität – diese Entscheidung wird immer häufiger getroffen, ohne dass es ein gesellschaftliches Tabu wäre.

Doch die modernste und wohl flexibelste Lösung: Beide behalten ihren ursprünglichen Namen. Diese Variante gewinnt immer mehr an Beliebtheit, besonders unter jungen Paaren, die ihre Unabhängigkeit bewahren möchten. Kein Zwang, kein Kompromiss – einfach Beibehaltung der eigenen Identität.

In Deutschland ist rechtlich gesehen der Familiienname bei der Eheschließung geregelt: Ein gemeinsamer Ehename muss gewählt werden – entweder der Name eines Partners oder, in einigen Bundesländern, eine Kombination aus beiden. Das Gesetz lässt also nur bedingt die volle Freiheit, beide Namen unverändert beizubehalten, aber viele wählen dennoch den Kompromiss, einen der beiden Namen als gemeinsamen Ehenamen zu führen und den anderen behalten zu dürfen.

Letztlich bleibt die Entscheidung eine ganz persönliche – ob traditionell, modern oder revolutionär. Hauptsache, sie wird gemeinsam getroffen. (eltern.de, 22.05.2023)

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