Zurück im Leben: Das Wunder von Melbourne
Wenn das Herz aufhört zu schlagen und die Atmung aussetzt, zählt jede Sekunde. Im August 2013 erlebte die 41-jährige Australierin Vanessa Tanasio aus Melbourne jedoch ein medizinisches Phänomen: Nach einem schweren Herzstillstand war sie 42 Minuten lang klinisch tot.
Ursache für den plötzlichen Kollaps war eine vollständig verstopfte Arterie. Während die behandelnden Ärzte im Krankenhaus um ihr Überleben kämpften, gaben sie trotz des scheinbar aussichtslosen Zustands nicht auf. Mithilfe einer speziellen automatischen Kompressionspumpe hielten sie die Sauerstoffversorgung des Gehirns aufrecht, während ein Kardiologe das blockierte Gefäß öffnete. Kurz darauf fing ihr Herz wieder eigenständig an zu schlagen.
Dass ein Mensch nach so langer Zeit ohne eigenen Pulsschlag vollständig genesen kann, ist extrem selten. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie fortgeschrittene Reanimationstechniken und der unermüdliche Einsatz von Notfallmedizinnern die Grenze zwischen Leben und Tod verschieben können.
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