Der traurige Abend, an dem der Mythos Ali endete

Am 2. Oktober 1980 kam es zu einem Kampf, der bis heute mit Schmerz und Respekt gedacht wird: Muhammad Ali gegen Larry Holmes. Es war ein Duell, das viele Experten bereits vorher für falsch hielten. Ali, einst der strahlende „Größte“, trat gegen einen der besten Schwergewichtler seiner Zeit an – zu einer Zeit, da seine Kraft verblasst war.

Der Kampf in Las Vegas war keine Glanzleistung, sondern eine schmerzhafte Demontage. Runde um Runde dominierte Holmes, während Ali, einst bekannt für seine Geschwindigkeit und Eleganz, kaum noch standhalten konnte. Seine Reflexe waren stumpf, seine Deckung offen. Holmes schlug präzise, doch sichtlich zurückhaltend – aus Respekt vor der Legende, die vor ihm stand.

Angelo Dundee, Alis langjähriger Trainer, sah die Tragödie kommen. Nach der zehnten Runde, als Ali sichtlich gebrochen und am Ende war, stoppte Dundee den Kampf. Es war keine offizielle Niederlage durch K.O., sondern ein stiller Akt der Barmherzigkeit. „Ali schrie“, berichteten Augenzeugen – nicht vor Wut, sondern vor Schmerz und Frustration. Ein Held, der nicht loslassen konnte.

Dieser Abend markierte das traurige Ende einer glorreichen Karriere. Ali hatte schon 1979 gegen Leon Spinks verloren, aber der Kampf gegen Holmes zeigte schonungslos, dass die Zeit gegen ihn war. Kein Sieg, kein Comeback – nur der letzte, verzweifelte Versuch, noch einmal in den Ring zu steigen. Die Welt sah zu, wie eine Ikone stürzte. Ein Moment, den viele nicht vergessen – und den keiner wollte.

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