Warum Müdigkeit während der Periode so normal ist

Fast jede Frau kennt es: In den Tagen vor oder während der Periode fühlt man sich plötzlich ausgelaugt, unmotiviert und könnte den ganzen Tag schlafen. Doch woran liegt diese extreme Müdigkeit? Die Antwort liegt vor allem in den Hormonen.

Während des weiblichen Zyklus schwanken die Hormone Östrogen und Progesteron stark. Kurz vor der Menstruation sinken beide Werte rapide – besonders der Progesteronspiegel fällt deutlich ab. Progesteron hat eine beruhigende, fast sedierende Wirkung auf den Körper. Wenn es plötzlich weniger davon gibt, kann der Körper darauf mit Erschöpfung reagieren.

Zusätzlich spielt auch der Östrogenspiegel eine Rolle.

Östrogen beeinflusst unter anderem die Produktion von Serotonin, dem sogenannten Glückshormon. Wenn der Spiegel sinkt, kann das nicht nur die Stimmung trüben, sondern auch die Energielevel stark beeinträchtigen. Viele Frauen fühlen sich daher nicht nur müde, sondern auch gereizt oder niedergeschlagen.

Dazu kommt, dass der Körper während der Blutung mehr Energie verbraucht – die Gebärmutterschleimhaut wird abgebaut, es kommt zu leichten Entzündungsprozessen und Muskelkontraktionen. All das kostet Kraft. Manche leiden zudem unter Schlafstörungen oder ziehen sich körperlich zurück, was die Müdigkeit noch verstärken kann.

Wichtig ist: Diese Erschöpfung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein natürlicher Prozess. Mit ausreichend Ruhe, ausgewogener Ernährung und Bewegung kann man dem Körper jedoch helfen, besser durch diese Phase zu kommen. Und manchmal ist es auch einfach okay, langsamer zu machen – der Körper verdient es.

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