Hochdosiertes Vitamin D: Nutzt es wirklich oder schadet es eher?

Vitamin D gilt bei vielen Menschen als einfaches Mittel für starke Knochen und ein intaktes Immunsystem. Doch bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gilt nicht das Prinzip „je mehr, desto besser“. Eine dauerhaft zu hohe Zufuhr kann dem Körper sogar schaden.

Klinische Studien zeigen beispielsweise, dass eine tägliche zusätzliche Dosis von 4.000 IE (100 µg) Vitamin D über einen längeren Zeitraum unerwartete Effekte haben kann. Bei älteren Frauen führte diese hohe Dosierung im Vergleich zu niedrigeren Dosen nicht zu einer Kräftigung, sondern verringerte die Knochendichte messbar. Zudem stieg durch die Überdosierung das Risiko für Stürze und Verletzungen an.

Eine langfristige Überdosierung kann außerdem dazu führen, dass sich zu viel Kalzium im Blut anreichert. Dies belastet die Organe und kann unter anderem Nierensteine oder Gewebeverkalkungen verursachen. Während eine maßvolle Ergänzung bei einem tatsächlich nachgewiesenen Mangel sinnvoll ist, sollte die Einnahme hochdosierter Präparate nie auf eigene Faust, sondern immer in Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.

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