Warum fühlt sich schwüles Wetter so beklemmend an?

Wenn hohe Temperaturen auf hohe Luftfeuchtigkeit treffen, entsteht jenes beklemmende Gefühl, das viele als „schwül“ beschreiben. Besonders empfindliche Menschen merken schon bei 25 Prozent relativer Luftfeuchte, dass die Luft schwerer wird – vor allem, wenn es gleichzeitig heiß ist. Doch warum wird das Atmen dabei so anstrengend?

Die Antwort liegt in der Funktionsweise unserer Atmung. Bei schwüler Luft ist nicht weniger Sauerstoff enthalten, aber die feuchtwarme Luft ist dichter und schwerer. Die Lunge muss stärker arbeiten, um die benötigte Menge an Luft zu bewegen. Gleichzeitig behindert die hohe Feuchtigkeit die Verdunstung von Schweiß – der Körper kann sich schlechter abkühlen. Das zwingt ihn, länger auf Hochtouren zu laufen, was das Engegefühl in der Brust verstärken kann.

Studien zeigen, dass vor allem ältere Menschen oder Personen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD unter diesen Bedingungen besonders leiden. Doch auch gesunde Menschen können sich schnell erschöpft und „zugedrückt“ fühlen, besonders bei nächtlichen Temperaturen, die kaum absinken.

Tipp:

Bei Schwüle hilft es, kühle, gut durchlüftete Räume aufzusuchen, viel Wasser zu trinken und körperliche Anstrengung in die frühen Morgenstunden zu verlegen. Ein Ventilator allein kühlt zwar nicht die Luft, sorgt aber für Luftaustausch und erleichtert das Atmen.

Die Belastung durch Hitze und Feuchtigkeit wird in den kommenden Jahren durch den Klimawandel zunehmen. Ein gutes Körpergefühl und Voraussicht sind dann wichtiger denn je.

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