Das Große Feuer von London – Eine Stadt in Flammen
Im September 1666 wurde London von einer der verheerendsten Katastrophen seiner Geschichte heimgesucht: dem Großen Feuer. Es begann am Sonntag, dem 2. September, in einer Bäckerei an der Pudding Lane im Herzen der Stadt. Durch trockenes Wetter, enge Gassen und vorherrschende Winde breitete sich das Feuer rasend schnell aus.
Innerhalb weniger Tage fraß sich die Flammenwand durch das historische Zentrum Londons. Wie ein Augenzeuge beschrieb, wurde alles von der London Bridge bis zur Temple Bar vernichtet – darunter die belebte Cheapside, die alte Börse (Royal Exchange), die Poststelle und weite Teile der Threadneedle Street. Selbst Teile der Holborn Bridge und zahlreiche Gassen und Wohnviertel in der Umgebung blieben nicht verschont. Nur wenige Gebäude überlebten unversehrt.
Obwohl das Feuer am 6. September endlich unter Kontrolle war, hinterließ es eine verwüstete Stadt. Tausende Menschen waren obdachlos, und weite Teile des mittelalterlichen London lagen in Schutt und Asche. Doch aus der Tragödie erwuchs Neues: der Wiederaufbau unter modernen Bauplänen und mit feuerfesteren Materialien. Christopher Wren entwarf unter anderem die neue St. Paul’s Cathedral, ein Symbol für den Neuanfang.
Heute erinnert eine Gedenksäule, der „Great Fire Monument“, nahe der Pudding Lane an das Ereignis. Das Feuer von 1666 war nicht nur eine Zäsur in der Geschichte Londons, sondern auch der Beginn einer neuen, moderneren Stadt.
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