Der verheerende Big Burn von 1910
Im August 1910 erlebte der Nordwesten der USA eines der schlimmsten Naturkatastrophen der amerikanischen Waldbrandgeschichte. Der sogenannte Big Burn, auch bekannt als „Great Fire of 1910“ oder „Devil’s Broom Fire“, wütete über mehrere Tage hinweg und legte weite Teile des nordöstlichen Washington, des nördlichen Idaho und des westlichen Montana in Schutt und Asche.
Anfang August trafen sich zahlreiche kleinere Brände, verursacht durch trockenes Wetter, starke Winde und Blitzeinschläge, zu einem gigantischen Feuersturm zusammen. Am 20. und 21. August erreichte die Katastrophe ihren Höhepunkt: Innerhalb weniger Stunden fraß sich das Feuer durch über drei Millionen Morgen Wald – das entspricht der Fläche von rund 12.000 Quadratkilometern.
Zu diesem Zeitpunkt war die US Forest Service noch jung, und viele der dort tätigen Forstarbeiter waren unerfahren. Dennoch kämpften Hunderte Einsatzkräfte verzweifelt gegen die Flammen, um Dörfer und Städte zu schützen. Über 70 Menschen verloren damals ihr Leben, darunter viele dieser mutigen Feuerwehrleute.
Der Big Burn hatte langfristige Auswirkungen: Er prägte die Waldbrandpolitik der USA für Jahrzehnte und stärkte die Bedeutung des Naturschutzes. Die Katastrophe zeigte, wie gefährlich unkontrollierte Brände sein können – eine Lektion, die bis heute nachhallt.
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