Wann ist es schwül warm?
Wer kennt das nicht – ein warmer Tag, die Luft liegt schwer über der Stadt, das Atmen fällt schwer und der Schweiß bleibt einfach auf der Haut kleben. Doch wann genau spricht man eigentlich von „schwül“?
Die Antwort liegt im Zusammenspiel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Unter 16 Grad Celsius kann die Luft physikalisch nicht genug Wasserdampf aufnehmen, um als schwül empfunden zu werden – egal wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist. Erst ab dieser Schwelle wird es theoretisch möglich.
Bei 20 Grad Celsius hingegen wird es bereits bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 80 Prozent spürbar schwül. Ab dann fühlt sich die Luft stickig an, besonders in städtischen Gebieten oder bei wenig Wind. Das liegt daran, dass feuchte Luft den natürlichen Abkühlungsprozess des Körpers – das Verdunsten von Schweiß – behindert.
Im Sommer kann es daher an heißen Tagen nicht nur heiß, sondern regelrecht drückend werden, besonders nach Regenfällen oder in der Nähe von Gewässern, wo die Luftfeuchtigkeit besonders hoch ist. Meteorologen sprechen dann von „schwüler Witterung“, wenn das Gefühl von Unbehagen durch die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit deutlich zunimmt.
Wer sich draußen aufhält, merkt schnell: An solchen Tagen ist jeder Schritt anstrengender. Ein Blick auf die Wetterapp oder Prognosen von SRF Meteo hilft, besser zu planen – und vielleicht doch lieber ins kühle Bad oder unter die Klimaanlage zu flüchten.
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