Was Alkoholiker bei der Ernährung beachten sollten

Wer unter Alkoholismus leidet oder trocken leben möchte, sollte nicht nur auf alkoholische Getränke verzichten, sondern auch beim Essen vorsichtig sein. Denn manche Lebensmittel enthalten Alkohol als versteckten Bestandteil – oft in Form von Zubereitungszutaten oder Aromen.

Besonders bei Süßspeisen lohnt ein genauer Blick auf das Rezept. So enthält beispielsweise Rote Grütze manchmal Rotwein, und Apfelkompott kann mit Schuss zubereitet sein. Auch Desserts wie Kirschen in Kirschwasser oder Rumkugeln sind offensichtliche Fallstricke.

In der Küche von Restaurants oder Fertigprodukten wird Alkohol häufig zur Geschmacksverstärkung verwendet. Suppen und Soßen wie Ochsenschwanzsuppe, Zwiebelsuppe oder Bratensoße enthalten oft Wein, Port oder Schnaps. Selbst einige Fischsoßen und Marinaden arbeiten mit Alkohol, was viele nicht erwarten.

Auch Fischgerichte können problematisch sein. „Forelle blau“ etwa wird traditionell in kochendem Sud mit Weißwein zubereitet, und Fischragout oder Muscheln werden häufig mit Weißwein oder Cognac abgelöscht. Auch Fischfilets können mariniert oder in alkoholhaltigen Saucen serviert werden.

Wer sicher gehen möchte, sollte beim Kochen zu Hause darauf achten, keine alkoholhaltigen Zutaten zu verwenden. Im Restaurant ist es ratsam, explizit nachzufragen, ob Alkohol in den Gerichten enthalten ist. Selbst kleine Mengen können bei empfindlichen Personen das Risiko eines Rückfalls erhöhen – nicht nur psychisch, sondern auch körperlich.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen