Wann wird es schwül?
Wer kennt das nicht: An manchen Tagen fühlt sich die Luft schwer an, die Kleidung klebt am Körper, und man schwitzt bereits bei kleinsten Bewegungen. Diese sogenannte Schwüle hängt nicht nur von der Temperatur ab, sondern vor allem von der relativen Luftfeuchtigkeit – und wie diese im Zusammenspiel mit der Wärme empfunden wird.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Je wärmer es wird, desto weniger Feuchtigkeit braucht es, bis sich die Luft schwül anfühlt. Bei einer gemäßigten Temperatur von 17 °C muss die relative Luftfeuchtigkeit fast bei 100 % liegen, damit es als schwül empfunden wird. Das liegt daran, dass die Luft bei niedrigeren Temperaturen weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann – der Sättigungsdampfdruck liegt hier bei etwa 18,8 hPa.
Bei 20 °C reichen bereits 80 % Luftfeuchtigkeit aus, um Schwüle zu erzeugen. Werden es heißere 30 °C, genügen schon 44 % Feuchte, damit die Luft drückend wirkt. Und bei extremen 40 °C reichen laut Deutschem Wetterdienst gerade einmal etwa 25 % relative Luftfeuchtigkeit – und trotzdem fühlt sich die Luft an wie in einer Dampfsauna.
Die Empfindung von Schwüle ist also eine Mischung aus Wärme und Feuchte. Besonders unangenehm wird es, wenn der Körper durch Schweißabgabe nicht mehr ausreichend abkühlen kann. Wer also merkt, dass die Luft schwer wird und das Atmen schwerer fällt – besonders nachts –, der sollte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und schattige, luftige Plätze aufsuchen.
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