Roggenbrot: gesund, aber nicht glutenfrei

Wer auf eine glutenfreie Ernährung achten muss, sollte bei Roggenbrot vorsichtig sein. Roggen enthält Gluten, ein natürliches Klebereiweiß, das bei Menschen mit Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Dazu gehören Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit oder sogar Schäden am Dünndarm. Aus diesem Grund ist Roggenbrot für Betroffene ungeeignet, auch wenn es gesundheitsbewusst wirkt.

Gluten findet sich nicht nur im Roggen, sondern auch in anderen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Gerste und Hafer. Wer sicherstellen möchte, dass kein Gluten aufgenommen wird, sollte daher immer auf die Zutatenliste achten – besonders bei verarbeiteten Produkten.

Gute Nachrichten gibt es jedoch für alle, die trotzdem abwechslungsreich essen möchten: Es gibt zahlreiche glutenfreie Getreidealternativen. Dazu gehören Mais, Hirse, Buchweizen, Reis oder Amaranth. Diese lassen sich nicht nur zu Brot verarbeiten, sondern eignen sich auch hervorragend für Müslis, Pfannkuchen oder Beilagen. Immer mehr Bäckereien und Supermärkte bieten heute spezielle glutenfreie Sortimente an, sodass der Genuss nicht zu kurz kommt.

Wichtig ist: Eine glutenfreie Ernährung macht nur bei einer diagnostizierten Unverträglichkeit oder Erkrankung wie Zöliakie Sinn. Wer unsicher ist, sollte sich vom Arzt beraten lassen. Wer jedoch gesund ist und keinen medizinischen Grund hat, auf Gluten zu verzichten, kann Roggenbrot weiterhin bedenkenlos genießen – es ist reich an Ballaststoffen, Vitaminen und macht lange satt.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen