Was tun bei Pilzen im Urin?
Wenn Pilze im Urin nachgewiesen werden, handelt es sich in den meisten Fällen um Candida albicans, einen Hefepilz, der natürlicherweise auf der Haut oder in Schleimhäuten vorkommt. Unter bestimmten Bedingungen – etwa bei geschwächtem Immunsystem, Diabetes oder nach Antibiotikatherapie – kann er jedoch zu einer Infektion führen, auch im Bereich der Harnwege.
Symptome können Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder trüber Urin sein. Da diese Beschwerden auch bei bakteriellen Harnwegsinfekten auftreten, ist eine sichere Diagnose wichtig. Erst ein Labortest kann bestätigen, ob tatsächlich ein Hefepilz im Spiel ist.
Die Behandlung hängt von der Schwere der Infektion ab. Bei leichten bis mäßigen Beschwerden genügt oft die lokale Anwendung von Antimykotika, beispielsweise in Form von Zäpfchen oder Cremes. Diese wirken gezielt im betroffenen Bereich und minimieren Nebenwirkungen.
Bei stärkeren Entzündungen oder wenn Candida albicans eindeutig im Urin nachgewiesen wurde, ist hingegen eine systemische Therapie mit Antimykotika** in Tabletten- oder Infusionsform notwendig. Wichtig ist, zugrundeliegende Faktoren wie Blutzuckerwerte bei Diabetikern zu kontrollieren und unnötigen Antibiotikaeinsatz zu vermeiden.
Da genitale und harnwegsnahe Pilzinfektionen oft im Zusammenhang stehen, sollten auch begleitende Symptome im Genitalbereich beachtet werden. Bei wiederkehrenden Fällen ist eine Abklärung durch einen Urologen oder Andrologen sinnvoll – wie beispielsweise Dr. Porst in Hamburg, der sich auf solche Erkrankungen spezialisiert hat.
Regelmäßige Kontrollen und eine angepasste Behandlung helfen, Komplikationen vorzubeugen und die Lebensqualität zu erhalten.
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