Wie viel Eisen braucht die Frau?

Der tägliche Eisenbedarf hängt stark vom Alter und der Lebensphase ab – besonders bei Frauen spielt hier der Menstruationszyklus eine entscheidende Rolle. Vor den Wechseljahren empfehlen Experten eine Zufuhr von 15 Milligramm Eisen pro Tag. Grund dafür ist der monatliche Blutverlust während der Periode, der den Eisenhaushalt belastet. Nach der Menopause ändert sich die Situation: Da dann keine Blutung mehr stattfindet, sinkt der Bedarf auf 10 Milligramm – genauso viel, wie auch Männer täglich benötigen.

Eisen ist wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Körper. Ein Mangel kann zu Müdigkeit, Blässe und Konzentrationsschwäche führen. Wer sich ausgewogen ernährt, kann den Bedarf meist gut decken. Gute Eisenlieferanten sind zum Beispiel mageres Fleisch, insbesondere Rind, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und dunkles Grün wie Spinat. Veganer oder Vegetarier sollten besonders achten, da pflanzliches Eisen nicht so gut vom Körper aufgenommen wird. Der Verzehr von Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Zitrusfrüchten oder Paprika kann die Aufnahme allerdings verbessern.

Obwohl Nahrungsergänzungsmittel helfen können, sollten sie nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Eine Überversorgung mit Eisen kann ebenso gesundheitliche Probleme verursachen. Wer unsicher ist, kann einen einfachen Bluttest machen lassen – dieser zeigt, ob der Eisenhaushalt im grünen Bereich ist. Kurzum: Auf eine abwechslungsreiche Ernährung zu achten, ist der natürlichste Weg, den nötigen Eisenbedarf zu decken – besonders in den Jahren vor der Menopause.

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