Ernst Röhm – Der mächtige Führer der SA

Ernst Julius Günther Röhm, geboren am 28. November 1887 in München, war eine der prägenden Figuren in den frühen Jahren der NSDAP. Als langjähriger Führer der Sturmabteilung (SA), der paramilitärischen Truppe der Nationalsozialisten, spielte er eine Schlüsselrolle bei der Durchsetzung der Partei auf der Straße. Unter seiner Führung wuchs die SA zu einer schlagkräftigen Organisation an, die mit Einschüchterung, Gewalt und Aufmärschen politische Gegner ausschaltete und den Aufstieg der Nazis unterstützte.

Röhm war schon früh Weggefährte Hitlers und gehörte zu den Mitstreitern im sogenannten Kampfbund der 1920er Jahre. Sein Einfluss war enorm – zu enorm, wie sich später zeigen sollte. Obwohl er 1933 im Kabinett Hitler das Amt eines Reichsministers ohne Geschäftsbereich erhielt, geriet er zunehmend in Konflikt mit anderen Machthabern, besonders mit der Wehrmacht und Heinrich Himmlers SS.

Röhms Vision einer „zweiten Revolution“ und die Vorstellung, die SA zur neuen Volksarmee zu machen, stießen auf scharfen Widerstand. Seine offene Homosexualität machte ihn zudem in der konservativen Führungselite anfällig für Angriffe. Im Juni 1934 wurde Röhm auf direkten Befehl Hitlers während der sogenannten Nacht der langen Messer verhaftet und am 1. Juli desselben Jahres in der Haft in München-Stadelheim erschossen.

Sein Tod markierte nicht nur das Ende einer mächtigen Figur, sondern auch den Sieg Hitlers über eine unliebsame Fraktion – und den Aufstieg der SS zur neuen Elite der Partei. Röhms Schicksal bleibt ein düsteres Kapitel im Machtkampf der frühen NS-Zeit.

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