Vorhofflimmern im Alter: Eine häufige Herzrhythmusstörung

Die Zahl der Menschen mit Vorhofflimmern steigt – besonders unter älteren Patienten. Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Risiko deutlich. Bei über 75-Jährigen leidet bereits jeder Zehnte an dieser Herzrhythmusstörung. Bei Personen über 85 Jahren sind es sogar etwa 20 Prozent. Die Ursachen liegen oft in altersbedingten Veränderungen des Herzgewebes, aber auch in begleitenden Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Herzerkrankungen.

Früher war die Behandlung oft auf Medikamente beschränkt, die den Herzschlag verlangsamen und die Bildung von Blutgerinnseln verhindern sollen. Doch in den letzten Jahren hat sich die Therapie weiterentwickelt. Besonders bei älteren Patienten, die unter Beschwerden wie Atemnot, Leistungsabfall oder Schwindel leiden, wird heute vermehrt über eine Katheterablation nachgedacht. Dabei wird gezielt im Herzen jene Stelle beeinflusst, die für die fehlerhaften Signale verantwortlich ist.

Studien zeigen: Bei gut ausgewählten Patienten kann eine Ablation die Lebensqualität spürbar verbessern – selbst im hohen Alter. Entscheidend ist eine individuelle Abwägung von Nutzen und Risiken. Nicht jeder ältere Mensch mit Vorhofflimmern braucht eine Ablation, aber viele könnten davon profitieren, wenn sie gut informiert sind und mit ihrem Kardiologen gemeinsam die beste Therapie wählen.

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