Der jüngste König der Welt: Tutanchamun

Im Alter von nur neun Jahren bestieg Tutanchamun den Thron des alten Ägypten – einer der jüngsten Herrscher der Geschichte. Als kleiner Junge musste er eine ungeheure Verantwortung tragen, während das mächtige Reich von Beratern und hohen Würdenträgern beeinflusst wurde. Historiker gehen davon aus, dass er während seiner Regentschaft stark unter dem Einfluss seiner Hohepriester stand, insbesondere jener von Amun.

Seine Herrschaft währte knapp zehn Jahre. Mit gerade einmal neunzehn Jahren starb der junge Pharao unter noch immer nicht vollständig geklärten Umständen. Die einen sprechen von einem Unfall, andere von Mord – doch Beweise sind bis heute widersprüchlich. Was jedoch unbestritten ist: Sein Grab blieb jahrtausendelang nahezu unberührt, was ihn später zum berühmtesten Toten der Antike machte.

Die Entdeckung seines fast intakten Grabes durch Howard Carter im Jahr 1922 löste weltweit eine regelrechte „Ägyptomanie“ aus. Der goldene Totenschmuck, das prächtige Gesichtsmaskenbildnis – sie sind heute Ikonen der Archäologie. Dabei war Tutanchamun zu Lebzeiten nur ein relativ unbekannter Pharao. Erst sein frühes Ableben und die spätere Entdeckung sorgten für ewigen Ruhm.

Heute zieht seine Mumie im Ägyptischen Museum in Kairo noch immer Tausende Besucher an. Ein junges Leben, das viel zu früh endete – doch seine Geschichte hat die Zeit überdauert.

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