So äußert sich eine Addison-Krise

Bei einer Addison-Krise handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Zustand, der entsteht, wenn die Nebennieren nicht ausreichend Hormone produzieren – vor allem Cortisol und Aldosteron. Die Symptome können plötzlich auftreten und sich rasch verschlechtern, besonders bei körperlichem Stress wie Infektionen, Verletzungen oder Operationen.

Typische Anzeichen sind tiefe Müdigkeit und körperliche Schwäche, die weit über normale Erschöpfung hinausgehen. Viele Betroffene leiden unter Übelkeit, Erbrechen und starkem Gewichtsverlust. Der Blutdruck sinkt deutlich, was zu Schwindel oder sogar Ohnmacht führen kann. Herzrhythmusstörungen sind ebenfalls möglich, da der Elektrolythaushalt gestört ist.

Ein auffälliges Zeichen ist der Heißhunger auf salzige Speisen – der Körper versucht so, den durch Aldosteronmangel verursachten Salzverlust auszugleichen. Bei Männern kann eine Abnahme der Potenz auftreten, da auch die Androgenproduktion beeinträchtigt sein kann.

Wenn solche Symptome bei einer bekannten Nebennierenrinderkrankung (Morbus Addison) plötzlich stärker werden, ist sofortige medizinische Hilfe nötig. Eine unbehandelte Addison-Krise kann tödlich enden. Die Gabe von Notfall-Cortison (meist als Injektion) kann lebensrettend sein.

Weitere Informationen zu Anzeichen, Behandlung und Alltag mit Morbus Addison finden Sie hier.

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