So verschwinden Milchbläschen – Tipps von der Hebamme

Ein Milchbläschen – auch Bläschenmastitis genannt – ist eine kleine, schmerzhafte Verstopfung in der Brustwarze, die beim Stillen unangenehm sein kann. Es sieht oft wie ein weißer oder gelber Punkt auf der Brustwarze aus und fühlt sich beim Anfassen besonders empfindlich an.

Die gute Nachricht: Meist lässt sich ein Milchbläschen mit einfachen Maßnahmen lösen. Wichtig ist, regelmäßig zu stillen oder die Brust zu leeren, um den Milchfluss anzuregen. Warme Kompressen vor dem Stillen und sanftes Massieren der betroffenen Stelle können helfen, das Bläschen zu öffnen. Manchmal reicht bereits ein warmes Bad oder eine Dusche, um die Haut aufzuweichen.

Ein Tipp aus der Praxis:

Wenn Milchbläschen immer wieder auftreten, kann die Einnahme von Lecithin unterstützen – ein natürlicher Stoff, der die Zusammensetzung der Muttermilch beeinflusst und Verstopfungen vorbeugen kann. Sprich dazu aber unbedingt mit deiner Hebamme oder Ärztin, bevor du etwas einnimmst.

Außerdem kann es helfen, auf bestimmte Substanzen vorübergehend zu verzichten. Nikotin, Koffein, Teein (z. B. in Schwarzem Tee) und auch Schokolade enthalten gefäßverengende Stoffe, die die Durchblutung in den Brustgefäßen beeinträchtigen können. Weniger Koffein bedeutet oft bessere Durchgängigkeit – und weniger Bläschen.

Milchbläschen gehören zum Alltag vieler stillender Mütter. Mit etwas Geduld, der richtigen Pflege und professioneller Unterstützung sind sie meist schnell überstanden.

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