Ist Dampfen wirklich sicherer als Rauchen?
Seit E-Zigaretten immer beliebter wurden, diskutieren Experten darüber, wie gesundheitsgefährdend das Dampfen eigentlich ist. Im Vergleich zum klassischen Rauchen gilt Vaping zwar als weniger schädlich – aber bei Weitem nicht als harmlos.
Tabakrauch enthält Tausende Chemikalien, darunter Hunderte giftige und über 70 krebserregende Stoffe. Der Dampf von E-Zigaretten hingegen entsteht durch das Erhitzen einer Flüssigkeit, meist mit Nikotin, Aromen und Trägersubstanzen wie Propylenglykol oder pflanzlichem Glycerin. Studien zeigen, dass hierbei deutlich weniger Schadstoffe entstehen als beim Verbrennen von Tabak.
Trotzdem ist das Inhalieren von Dampf kein Risiko ohne Folgen. Neue Forschungsergebnisse vom Mai 2024 legen nahe, dass beim Verdampfen mehr gesundheitsschädliche Substanzen entstehen, als bisher angenommen. Dazu gehören beispielsweise Aldehyde wie Acetaldehyd, die bei hohen Temperaturen gebildet werden und die Atemwege reizen können. Langzeitstudien fehlen noch, aber erste Hinweise deuten auf mögliche Schäden an Lunge und Gefäßen hin.
Besonders Jugendliche ohne vorherige Rauchgeschichte laufen Gefahr, durch das Dampfen an Nikotinabhängigkeit zu geraten. Auch die sogenannten „gesunden“ Aromen bergen Unsicherheiten: Was als sicher für den Verzehr gilt, kann in der Lunge ganz andere Wirkungen haben.
Fazit: Wer mit dem Rauchen aufhören will, kann E-Zigaretten als Übergangshilfe nutzen – aber sie sind kein harmloses Vergnügen. Das sicherste bleibt: Weder rauchen noch dampfen.
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