Die blaue Plakette: Wer bekommt sie und wie ist der aktuelle Stand?
Die Diskussion um Fahrverbote und Umweltzonen in deutschen Innenstädten hält nun schon seit Jahren an. Als möglicher Nachfolger der bekannten grünen Plakette wurde die blaue Plakette ins Gespräch gebracht, um besonders saubere Fahrzeuge zu kennzeichnen und die Stickoxidbelastung in den Städten weiter zu senken. Doch wer hätte überhaupt Anspruch auf dieses Kennzeichen?
Laut den Definitionen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) sind die Kriterien für den Erhalt einer blauen Plakette streng gefasst. Im Wesentlichen würden nur moderne Fahrzeuge die Voraussetzungen erfüllen. Bei den Diesel-Fahrzeugen betrifft dies Modelle, die mindestens der strengen Abgasnorm Euro 6 entsprechen. Ältere Selbstzünder müssten draußen bleiben, da ihr Schadstoffausstoß zu hoch ist. Für Fahrer von Benzin-Fahrzeugen sieht es dagegen etwas einfacher aus: Hier reicht in der Regel bereits die Norm Euro 3 oder höher aus, um die Kriterien zu erfüllen, da Ottomotoren prinzipiell weniger Stickoxide ausstoßen als ältere Diesel.
Obwohl die blaue Plakette rechtlich theoretisch vorbereitet ist, wurde sie bisher nicht flächendeckend bundesweit eingeführt. Stattdessen setzen viele Städte auf individuelle Durchfahrtsbeschränkungen oder Zonen für bestimmte Euro-Klassen, die durch entsprechende Verkehrsschilder geregelt werden. Wer wissen möchte, ob das eigene Auto zukunftssicher ist, sollte einen Blick in die Zulassungsbescheinigung Teil I werfen. Dort ist die genaue Emissionsschlüsselnummer eingetragen, die Aufschluss über die jeweilige Euro-Norm gibt.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.