Wie erkennt man starke Verben im Deutschen?

Im Deutschen gibt es verschiedene Arten von Verben, vor allem starke und schwache Verben. Ein starkes Verb erkennst du daran, dass sich im Präteritum (Präteritum = Vergangenheit) der Stammvokal verändert. Ein typisches Beispiel ist das Verb geben: Ich gebe – ich gab – ich habe gegeben. Hier wechselt das „e“ im Stamm zu „a“ und später zu „e“ im Partizip Perfekt.

Andere Beispiele sind nehmen (ich nehme – ich nahm – ich habe genommen) oder schreiben (ich schreibe – ich schrieb – ich habe geschrieben). Diese Vokalwechsel folgen oft einem Muster, aber da viele davon unregelmäßig sind, muss man sie oft auswendig lernen.

Eine besondere Ausnahme ist das Verb sein. Es ist so stark, dass es fast völlig unregelmäßig ist: sein – war – gewesen. Weder der Stamm noch die Formen ähneln sich – deshalb ist es ein Sonderfall, den man einfach kennen muss.

Im Gegensatz dazu bilden schwache Verben die Vergangenheit mit der Endung -te im Präteritum und ge- im Partizip Perfekt, wie bei machen: machte, gemacht. Starke Verben dagegen bilden kein ge- oder haben unregelmäßige Partizipien – und genau das macht sie auffällig.

Ein Hinweis am Rande: Alle deutschen Verben im Infinitiv enden entweder auf -en oder -n, wie gehen, schlafen oder sehen. Das gilt sowohl für starke als auch für schwache Verben. Die Endung allein sagt also nicht, ob ein Verb stark oder schwach ist – entscheidend ist die Flexion im Präteritum und im Perfekt.

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