Porzellan oder Keramik? So erkennen Sie den Unterschied
Wer alte Tassen, Teller oder Schüsseln sortiert, kennt das Problem: Ist es Porzellan oder Keramik? Für Laien ist der Unterschied oft schwer zu erkennen – dabei reicht schon ein kurzer Blick auf den Rand. Der entscheidende Hinweis verbirgt sich am Boden des Stücks, genauer gesagt an der unglasierten Unterseite – dem sogenannten Stellring.
Porzellan zeichnet sich durch eine besonders feine und weiße Scherbenfarbe aus. Ist die unglasierte Stelle am Boden klar weiß, handelt es sich sehr wahrscheinlich um echtes Porzellan. Dieses Material wird aus Kaolin hergestellt, einem weißen Ton, der bei hohen Temperaturen gebrannt wird und so seine charakteristische Härte und Transparenz bekommt.
Ganz anders sieht es bei vielen keramischen Geschirren aus. Sind die unglasierten Ränder gräulich, bräunlich oder leicht gelblich, ist es meist keine hochwertige Porzellanware, sondern ein anderes keramisches Material – wie Steingut oder Steinzeug. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Farbe, sondern auch in der Dichte und im Gewicht. Keramik ist oft schwerer, weniger durchsichtig und weniger fein im Schnitt.
Ein weiterer Tipp: Porzellan klingt oft heller und klarer, wenn man es vorsichtig anstößt. Keramik dagegen gibt eher ein dumpfes Geräusch von sich. Wer also unsicher ist, sollte ruhig mal an den Rand klopfen – und einen Blick auf den Stellring werfen. Schon mit diesen einfachen Mitteln lässt sich viel über die Herkunft und Qualität eines Stückes erfahren.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.