Wie der Staat Luxemburg sein Geld verdient
Der Staatshaushalt in Luxemburg wird vor allem durch Steuereinnahmen gespeist. Doch das ist nur ein Teil der Geschichte. Tatsächlich profitiert der kleine, wohlhabende Staat auch von einer Vielzahl an Unternehmensbeteiligungen, die er im Laufe der Jahre aufgebaut hat.
Steuern spielen eine zentrale Rolle, insbesondere die Einkommensteuer, die Mehrwertsteuer und die Unternehmenssteuer. Dank der vielen internationalen Firmen mit Sitz im Land fließen hier erhebliche Summen in die Staatskasse. Doch anders als in vielen anderen Ländern hält Luxemburg auch direkte Anteile an wichtigen Unternehmen – etwa im Bereich Energie, Telekommunikation oder Finanzen.
Ein bekanntes Beispiel ist die Beteiligung an der Post Luxembourg oder an teilweise staatlich kontrollierten Banken. Diese Unternehmen zahlen Dividenden, was bedeutet, dass der Staat Jahr für Jahr von deren Gewinnen profitiert. Zwar sind diese Einkünfte im Vergleich zu den Steuereinnahmen eher bescheiden, aber sie tragen zur Stabilität des Haushalts bei.
Auch wenn Luxemburg oft als Steuerparadies bezeichnet wird, zeigt die Realität ein differenzierteres Bild: Der Staat nutzt eine Mischung aus klassischen Steuereinnahmen und klugen Kapitalbeteiligungen, um seine hohen Sozialleistungen und gut ausgebauten Infrastrukturen zu finanzieren.
So bleibt der Staat nicht nur passiver Gesetzgeber, sondern agiert auch als aktiver Wirtschaftspartner – mit Erfolg. Das Ergebnis: ein stabiler Haushalt und eine der höchsten Pro-Kopf-Einkommen weltweit.
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