Die sieben universellen Emotionen nach Paul Ekman
Seit Jahrzehnten beschäftigen sich Forscher mit der Frage, wie viele Grundgefühle der Mensch hat und ob diese über alle Kulturen hinweg gleich sind. Der US-amerikanische Psychologe Paul Ekman hat hierzu bahnbrechende Arbeiten geleistet. Er identifizierte sieben sogenannte universelle Emotionen, die unabhängig von Kultur, Sprache oder Herkunft in ähnlicher Weise erlebt und durch charakteristische Gesichtsausdrücke ausgedrückt werden.
Zu diesen sieben Grundgefühlen gehören Angst, Ärger, Ekel, Freude (oder Glück), Trauer, Überraschung und Verachtung. Ekman beobachtete, dass Menschen weltweit dieselben Mimik-Züge zeigen, wenn sie beispielsweise ekelhaftes oder erfreuliches Erlebtes verarbeiten. So zeigt sich Freude meist in einem Lächeln, während Ärger durch zusammengepresste Lippen und gerunzelte Stirn sichtbar wird.
Ein besonders interessanter Aspekt: Diese Emotionen sind nicht nur innerlich spürbar, sondern äußern sich automatisch im Gesicht – oft, ohne dass wir es kontrollieren können. Selbst bei Menschen, die von Geburt an blind sind, lassen sich diese Gesichtsausdrücke beobachten, was darauf hindeutet, dass sie biologisch verankert sind.
Die Erkenntnisse Ekmans haben nicht nur die Psychologie geprägt, sondern auch Film, Medizin und Sicherheitsforschung beeinflusst – etwa bei der Analyse von Mikroexpressionen, um verborgene Gefühle zu erkennen. Seine Arbeit zeigt, wie tief Emotionen mit unserer menschlichen Natur verwoben sind.
Stand: 02.02.2024 | Quelle: Gefühle: Welche gibt es? - NetDoktor.de
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