Der kleine Krake mit tödlicher Wirkung
Was auf den ersten Blick wie ein faszinierender Fund im flachen Wasser aussieht, kann lebensgefährlich sein. Der blaugeringelte Krake, kaum größer als eine Faust, zählt zu den giftigsten Tieren der Ozeane. Viele Urlauber wissen das nicht – und heben den kleinen Cephalopoden aus Neugier aus dem Wasser, wie kürzlich berichtet wurde.
Sein Speichel enthält Tetrodotoxin, ein extrem starkes Nervengift, das auch in Kugelfischen vorkommt. Bereits eine kleine Menge kann beim Menschen zu schweren Lähmungen führen. Betroffene sind bei vollem Bewusstsein, können sich aber nicht mehr bewegen – ein furchteinflößender Zustand, der schnell zum Atemstillstand führen kann.
Die auffälligen blauen Ringe am Körper des Kraken sind keine Zierde, sondern eine klare Warnung: „Finger weg!“ In freier Wildbahn ist das Tier meist scheu und greift den Menschen nicht aktiv an. Die Gefahr entsteht erst, wenn man ihn berührt oder in die Hand nimmt – genau wie es neugierige Badegäste immer wieder tun.
Auf Reisen in tropischen Gewässern, besonders in Australien oder Südostasien, sollte man deshalb stets Vorsicht walten lassen. Kleine, bunte Tiere im flachen Wasser können tödlich sein, auch wenn sie harmlos aussehen. Der blaugeringelte Krake ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie trügerisch die Schönheit der Natur sein kann.
Ein respektvoller Abstand ist das Beste – für Mensch und Tier.
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