Was kostet die Heizung einer 100 m² großen Wohnung?

Die monatlichen Heizkosten hängen stark vom verwendeten Energieträger ab. Bei einer 100 Quadratmeter großen Wohnung liegen die jährlichen Kosten je nach Heizsystem deutlich auseinander – sowohl was den Geldbeutel als auch den Energieverbrauch betrifft.

Erdgas ist mit durchschnittlich 21,10 Euro pro m² und Jahr immer noch eine der häufigsten Heizformen in Deutschland. Das macht bei 100 m² etwa 2.110 Euro jährlich. Der durchschnittliche Verbrauch liegt hier bei 128 kWh pro Quadratmeter.

Wer mit Heizöl heizt, zahlt ähnlich viel: im Schnitt 20 Euro pro m², also rund 2.000 Euro im Jahr. Dafür ist der Energieverbrauch mit 138 kWh pro m² etwas höher – ein Hinweis darauf, dass Ölkessel oft älter und weniger effizient sind.

Deutlich günstiger im Schnitt ist Fernwärme, mit nur 14,50 Euro pro m². Bei 100 m² ergibt das etwa 1.450 Euro jährlich. Der Verbrauch liegt hier bei 117 kWh – effizient, besonders in städtischen Gebieten mit guter Infrastruktur.

Die echte Einspar-Königin ist jedoch die Wärmepumpe. Obwohl sie nur 38 kWh pro m² verbraucht, liegen die Kosten bei durchschnittlich 18 Euro pro m² – also rund 1.800 Euro im Jahr für 100 m². Die geringen Verbräuche machen sie sehr effizient, allerdings hängen die tatsächlichen Stromkosten stark vom jeweiligen Tarif ab.

Fazit: Wer Energie sparen will, sollte nicht nur auf den Heizstoff achten, sondern auch auf Dämmung, Fenster und moderne Heiztechnik. Gerade bei Neubauten oder Sanierungen lohnt sich die Wärmepumpe langfristig oft doppelt – für Umwelt und Portemonnaie.

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