Unterschied zwischen Krake, Oktopus und Kalmar

Nein, nicht jede Krake ist ein Oktopus – doch die Begriffe werden oft verwechselt. In Wirklichkeit ist der Oktopus eine bestimmte Art der Krake. Beide gehören zur Gruppe der Tintenfische, sind also verwandt – wie Katzen und Leoparden zur Familie der Raubkatzen gehören.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Anatomie. Oktopusse haben acht Arme und gehören zur Gruppe der achtarmigen Tintenfische. Sie leben meist am Meeresboden, verstecken sich geschickt und sind bekannt für ihre Intelligenz. Ihr Körper ist rund und weich, ohne feste Innenskelett.

Kalmar dagegen – im Plural oft „Calamari“ genannt, besonders auf Speisekarten – gehören zu den zehnarmigen Tintenfischen. Sie besitzen acht Arme und zwei längere Fangarme, mit denen sie Beute fangen. Ihr Körper ist stromlinienförmig und sie sind schnelle Schwimmer. Im Inneren haben sie einen hornartigen Stift, das sogenannte Federbein, das bei Oktopussen fehlt.

Obwohl beide Tiere zur Ordnung der Kopffüßer gehören, unterscheiden sie sich deutlich im Lebensraum, Verhalten und Körperbau. Während Oktopusse eher Einzelgänger sind und sich schwer verstecken, jagen Kalmare oft in Schwärmen und sind geschickte Raubtiere des offenen Ozeans.

Die Verwirrung entsteht oft durch die Sprache: Im Deutschen wird „Oktopus“ oft als Synonym für alle Kraken verwendet – tatsächlich ist aber der Oktopus nur eine Spezies unter vielen. Auch beim Essen: Was als „Calamari“ auf den Teller kommt, ist meist gebratener Tintenfisch vom Kalmar – niemals vom Oktopus.

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