Warum der Herbst am 23. September beginnt
Der Beginn des Herbstes ist kein willkürlich gewählter Termin – er folgt den Gesetzen der Astronomie. Jedes Jahr markiert die Herbst-Tagundnachtgleiche den offiziellen Start in die neue Jahreszeit. Dieser Zeitpunkt fällt jedoch nicht immer auf denselben Kalendertag, sondern wechselt zwischen dem 22. und 23. September.
Der Grund dafür liegt in der Rechnung mit dem Sonnenjahr. Ein tropisches Jahr dauert etwa 365,2422 Tage – knapp ein Viertel Tag länger als unser Kalenderjahr. Um diesen Unterschied auszugleichen, wird alle vier Jahre ein Schalttag eingefügt. Doch auch dadurch verschiebt sich der genaue Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche leicht. In den meisten Jahren fällt sie auf den 23. September, manchmal auch auf den 22.
An diesem Tag steht die Sonne exakt senkrecht über dem Äquator. Tag und Nacht sind dann weltweit fast gleich lang – daher der Name Tagundnachtgleiche. Nach diesem Punkt nimmt die Tageslänge auf der Nordhalbkugel stetig ab, die Nächte werden länger, die Temperaturen sinken. Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die herbstliche Jahreszeit beginnt.
Während viele den Herbst mit bunten Blättern, kühleren Tagen und Erntezeit verbinden, ist der astronomische Startpunkt eine präzise Berechnung. So kann der Herbstanfang theoretisch auch mal auf den 21. September fallen – in der Praxis jedoch äußerst selten. Zuletzt war das im Jahr 2092 der Fall, zuletzt 2003. Die meisten von uns werden den Herbst also weiterhin am 22. oder 23. September begrüßen.
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