Warum läuft Kleidung beim Waschen ein?

Viele kennen das Ärgernis: Der Lieblingspullover passt nach dem Waschtag plötzlich nicht mehr richtig. Doch warum schrumpfen Textilien überhaupt, selbst wenn man sie bei vermeintlich schonenden 30 Grad wäscht?

Der Hauptgrund liegt in der Faserstruktur der Stoffe. Bei der Herstellung werden Garne unter hoher Spannung verarbeitet. Kommen beim Waschen Wärme und Wasser zusammen, lockert sich diese künstliche Spannung. Die Fasern entspannen sich und ziehen sich wieder auf ihre ursprüngliche Länge zusammen. Zu viel Hitze verstärkt diesen Effekt massiv, weshalb die Kleidung merklich einläuft.

Neben der Wassertemperatur spielt allerdings auch die mechanische Bewegung in der Trommel eine entscheidende Rolle. Besonders empfindliche Naturfasern wie Wolle oder Baumwolle reagieren empfindlich auf die Kombination aus Reibung, Hitze und starkem Schleudern.

Um Schrumpfen zu vermeiden, sollte man stets das Pflegeetikett beachten, ein passendes Schonprogramm wählen und hitzeempfindliche Kleidungsstücke lieber an der Luft trocknen lassen statt im Wäschetrockner.

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