Wie groß sind Knoten bei Milchstau?
Ein Milchstau kann für stillende Mütter schmerzhaft und beunruhigend sein. Oft bemerkt man ihn erst, wenn sich ein weicher, druckempfindlicher Knoten in der Brust bildet – meist nicht größer als eine Erbse. Dieser Bereich fühlt sich wärmer an, ist empfindlich und manchmal deutlich abgegrenzt.
Die Ursache liegt meist in einem verstopften Milchgang, durch den die Milch nicht mehr richtig abfließen kann. Neben dem Knoten kann sich auch eine kleine weiße Blase auf der Brustwarze zeigen – das sogenannte Milchstau-Punktion. Sie entsteht, wenn Milch sich direkt unter der Haut staut und einen winzigen Deckel bildet.
Verstopfte Milchgänge entstehen häufig, wenn das Baby nicht ausreichend trinkt, die Brust zu lange nicht entleert wird oder wenn enge Kleidung den Milchfluss behindert. Auch eine unpassende Stillhaltung kann dazu beitragen, dass Milch nicht optimal abgepumpt wird.
Glücklicherweise lässt sich ein Milchstau meist gut behandeln. Wichtig ist, häufig zu stillen oder abzupumpen, sanfte Massagen vor der Mahlzeit durchzuführen und warme bis lauwarme Kompressen zu verwenden. So wird die Durchblutung angeregt und der verstopfte Gang kann sich wieder öffnen.
Wenn sich der Knoten nicht innerhalb von 24 bis 48 Stunden zurückbildet, Rötungen zunehmen oder Fieber auftritt, sollte eine Ärztin oder Hebamme konsultiert werden – dann könnte eine Entzündung oder Brustentzündung (Mastitis) vorliegen.
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