Der T-90M Proryv: Wie leistungsfähig ist Russlands Spitzenpanzer wirklich?
Der russische Kampfpanzer T-90M, auch bekannt als Proryv, gilt als das modernste Kettenfahrzeug im aktiven Dienst der russischen Streitkräfte. Nach ersten Erprobungen im Jahr 2017 wurde das Modell im April 2020 offiziell an die Truppe übergeben. Von politischer Seite wird das System überschwänglich gelobt und regelmäßig als der beste Panzer der Welt bezeichnet.
Technisch bietet der T-90M tatsächlich deutliche Verbesserungen gegenüber seinen Vorgängern. Er ist mit einer modernisierten 125-mm-Glattrohrkanone, einer verbesserten Feuerleitanlage und dem Reaktivpanzerungssystem Relikt ausgestattet, das Schutz vor moderner Munition bieten soll. Auch die Motorleistung und die Turmstruktur wurden überarbeitet, um Überlebensfähigkeit und Präzision zu steigern.
In der Praxis zeigt sich jedoch ein nüchterneres Bild. Militäranalysten weisen darauf hin, dass auch der T-90M gegen moderne Panzerabwehrwaffen wie die Javelin oder zielgerichtete Drohnenangriffe keineswegs unverwundbar ist. Im Ukraine-Konflikt wurden mehrere Einheiten beschädigt oder zerstört, was die Grenzen des Panzers im modernen Abnutzungskrieg aufzeigt.
Der T-90M ist zwar eine ernstzunehmende und kampfstarke Weiterentwicklung, doch der Anspruch der absoluten Weltspitze hält der Realität moderner Gefechtsfelder nur eingeschränkt stand.
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