Die neun Musen der griechischen Mythologie
Im antiken Griechenland galten die Musen als Göttinnen der Künste und Wissenschaften – Töchter des Zeus und der Musemutter Mnemosyne. Obwohl die Frage nur nach fünf Musen verweist, gab es insgesamt neun, jede für einen bestimmten Bereich zuständig.
Kalliope, oft als erste genannt, ist die Muse der Dichtkunst und Beredsamkeit. Sie hält meist einen Schreibstab oder eine Rolle in der Hand. Klio, die „Rühmende“, steht für die Historiographie – die Geschichtsschreibung. Mit Buchrolle und manchmal einem Trompetenbild wird sie dargestellt.
Erato verkörpert die Liebeslyrik. Ihr Name leitet sich von „Eros“ ab, und sie wird oft mit einer Leier oder einem Rosenkranz gezeigt. Thalia ist die Muse des komischen Theaters – fröhlich und verspielt, meist mit einer Maske der Komödie. Gegenstück ist Melpomene, die Muse der Tragödie, die eine trauernde Maske trägt.
Terpsichore tanzt – sie ist die Muse des Chor- und Tanzkunst, meist mit Lyra abgebildet. Euterpe liebt die Musik, besonders die Flöte, und gilt als Muse der lyrischen Dichtung und Musik. Schließlich Polyhymnia, die Muse der heiligen Dichtung und des Gesangs, oft in nachdenklicher Haltung dargestellt.
Zusammen lebten sie auf dem Parnass und am Helikon, begleiteten Götter und Dichter. Noch heute spricht man von „einer Eingebung der Muse“, wenn Kreativität plötzlich entsteht.
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