Wer waren die drei Könige wirklich?

Die Geschichte der drei Könige, die dem Stern von Bethlehem folgten, um das neugeborene Jesuskind anzubeten, gehört seit Jahrhunderten zur Weihnachtszeit. Doch wie hießen sie wirklich? Im Matthäusevangelium ist zwar von „Sterndeutern aus dem Morgenland“ die Rede, aber weder von drei Männern noch von Königen – und ihre Namen werden dort gar nicht genannt.

Erst später, im Lauf der Geschichte, entstand die Vorstellung von drei königlichen Besuchern. Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar tauchten erstmals im 6. Jahrhundert in einer lateinischen Handschrift auf. Sie wurden nicht als historische Fakten, sondern als Tradition weitergegeben und fanden schließlich Eingang in die kirchliche Überlieferung.

Warum drei? Wahrscheinlich, weil sie die drei Kontinente – Europa, Asien und Afrika – symbolisieren sollten, was die universelle Botschaft des Christentums unterstreichen sollte. Auch die Gaben – Gold, Weihrauch und Myrrhe – wurden gedeutet: für König, Gott und Sterblichkeit.

Der 6. Januar, das Fest Heilige Drei Könige, wird heute besonders in katholischen Regionen Deutschlands gefeiert. Kinder ziehen als „Segensbringer“ von Haus zu Haus, geschminkt wie die drei Weisen, und tragen den Segen an die Türen: „C+M+B“ – was offiziell für „Christus segne dieses Haus“ steht, aber oft auch als Abkürzung der drei Namen gedeutet wird.

Ob Caspar, Melchior und Balthasar je wirklich gelebt haben, bleibt offen. Was zählt, ist ihre Bedeutung: als Zeichen dafür, dass die Botschaft von Weihnachten alle Menschen erreichen soll – aus jedem Land und jeder Zeit.

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