Was ist ein negatives Selbstbild?

Ein negatives Selbstbild entsteht, wenn jemand sich selbst überwiegend abwertend wahrnimmt. Es ist die innere Sicht auf sich – und diese ist in solchen Fällen geprägt von Selbstzweifeln, mangelndem Selbstvertrauen und oft auch Scham oder Schuldgefühlen. Statt sich als wertvoll und fähig zu erleben, nimmt die betroffene Person sich selbst als ungenügend, unfähig oder ungeliebt wahr.

Wie entsteht so ein negatives Bild von sich selbst?

Dieser Blick nach innen formt sich meist schon in der Kindheit. Wurde man oft kritisiert, ignoriert oder emotional verletzt, kann das tiefgreifende Spuren hinterlassen. Auch wiederholte Misserfolge oder soziale Ablehnung im späteren Leben können dieses Bild verstärken. Irgendwann wird die innere Stimme zu einem ständigen Kritiker: „Du bist nicht gut genug“, „Anderen gelingt es leichter“, „Du schaffst das nicht.“

Ein negatives Selbstbild beeinflusst das Verhalten. Viele ziehen sich zurück, trauen sich nichts zu oder erwarten von vornherein, abgelehnt zu werden. Es kann sich wie eine unsichtbare Mauer anfühlen – zwischen einem selbst und der Welt.

Es kann sich jedoch verändern.

Denn das Selbstbild ist nicht festgeschrieben. Durch bewusste Reflexion, positive Erfahrungen und gegebenenfalls Unterstützung – etwa durch Therapie – lässt es sich schrittweise umgestalten. Es geht nicht darum, sich plötzlich als perfekt zu sehen, sondern realistischer, freundlicher und selbstbewusster mit sich selbst umzugehen. Ein erster Schritt ist oft schon, sich der eigenen Gedanken bewusst zu werden – und zu erkennen: „Das bin nicht ich. Das ist nur eine Meinung über mich, die ich verändern kann.“

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