Wie hoch darf Bambus an der Grundstücksgrenze wachsen?
Ein oft unterschätztes Thema unter Nachbarn: Bambus an der Grundstücksgrenze. Viele fragen sich, wie hoch die Pflanze wachsen darf, ohne den Frieden mit der Nachbarschaft zu gefährden. Die Antwort ist – unter bestimmten Voraussetzungen – überraschend einfach.
Carsten Brückner, Experte für Gartenrecht, klärt auf: Solange der Bambus den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand zur Grundstücksgrenze einhält, gibt es keine Höhenbeschränkung. Das bedeutet: Der Bambus darf theoretisch so hoch wachsen, wie er will – ob drei Meter oder mehr. Entscheidend ist also nicht die Höhe, sondern der Pflanzabstand.
In der Regel müssen immergrüne Gehölze wie Bambus mindestens 50 Zentimeter vom Nachbargrundstück entfernt stehen. Bei hohen Bambussorten, die schnell und dicht wachsen, wird dieser Abstand oft schnell übersehen. Wer ihn einhält, muss den Bambus nicht wie eine Hecke regelmäßig stutzen – zumindest nicht aus rechtlichen Gründen.
Trotzdem lohnt es sich, mit den Nachbarn im Gespräch zu bleiben. Selbst wenn das Gesetz auf Ihrer Seite ist, kann ein zu dichter oder zu hoher Bambus zu Streit führen – besonders wenn er Licht oder Luft abschneidet. Eine freundliche Absprache kann hier viel Ärger verhindern.
Also: Der Bambus darf hoch hinaus, solange er am richtigen Platz steht. Doch Respekt gegenüber dem Nachbarn ist – wie so oft – der beste Weg, um Harmonie im Garten zu wahren.
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