Welches Hormon hilft beim Abnehmen?

Die Suche nach effektiven Wegen zum Abnehmen führt immer wieder auch zu Hormonen. Ein besonders oft diskutiertes Hormon in diesem Zusammenhang ist das sogenannte Schwangerschaftshormon, auch bekannt als ß-HCG. Es wird schon seit den 1950er Jahren in der Gewichtsreduktion eingesetzt – vor allem im Rahmen der sogenannten HCG-Diät.

Wie wirkt ß-HCG beim Abnehmen? Das Hormon greift direkt in den Fettstoffwechsel ein und mobilisiert überschüssige Fettreserven, besonders jene, die sich hartnäckig an Hüften, Bauch oder Oberschenkeln halten. Gleichzeitig beeinflusst es über die Regulation anderer Hormone den Stoffwechsel und kann so indirekt auch einen leichten muskelaufbauenden Effekt haben. Das ist vorteilhaft, denn Muskeln verbrennen mehr Kalorien als Fett – auch im Ruhezustand.

Bekannt wurde die Methode durch den britischen Arzt Dr. Albert Simeons, der in den 50er Jahren ein Programm entwickelte, das auf niedrig dosiertem HCG in Kombination mit einer strengen Kalorienreduktion basiert. Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass der Gewichtsverlust vor allem auf der extremen Einschränkung der Kalorienzufuhr beruht, nicht unbedingt auf dem Hormon selbst.

Heute wird HCG in einigen medizinischen Praxen, wie jener von Dr. Christian Matthai, weiterhin als Unterstützung bei der Gewichtsreduktion eingesetzt – allerdings stets unter ärztlicher Aufsicht. Denn Hormone greifen tief in das Gleichgewicht des Körpers ein, und sollten niemals eigenmächtig eingenommen werden.

Wer langfristig und gesund abnehmen möchte, sollte immer auf eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und gegebenenfalls fachkundige Begleitung setzen. Hormone können dabei eine Rolle spielen – aber nur als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes.

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