CRP bei Erkältung: Wann ist der Wert besorgniserregend?

Wenn eine Erkältung im Anzug ist, fragen sich viele: Ist es nur ein Virus – oder steckt eine bakterielle Infektion dahinter? Ein Blick auf den CRP-Wert (C-reaktives Protein) im Blut kann dabei helfen, die Ursache einzuschätzen. CRP wird von der Leber gebildet und steigt bei Entzündungen im Körper an.

Bei einer typischen viralen Erkältung ist das CRP meist nur leicht bis moderat erhöht – Werte zwischen 5 und 50 mg/L sind hier üblich. Das ist kein Grund zur Sorge, deutet aber klar auf eine aktive Immunreaktion hin. Viele Menschen wissen nicht, dass auch Viren das CRP anheben können, auch wenn der Anstieg bei bakteriellen Infektionen oft stärker ausfällt.

Liegt der Wert zwischen 50 und 100 mg/L, spricht das eher für eine bakterielle Infektion, etwa eine eitrige Mandelentzündung oder eine Nasennebenhöhlenentzündung. Werte über 100 mg/L deuten oft auf eine schwere bakterielle Infektion hin, wie Lungenentzündung oder eine systemische Entzündung.

Wichtig ist jedoch: Der CRP-Wert allein sagt nicht alles. Er muss immer im Zusammenhang mit den Beschwerden, Fieber, körperlichen Befunden und gegebenenfalls weiteren Laborwerten bewertet werden. Ein leicht erhöhtes CRP bei Schnupfen und Halsschmerz ist kein Automatismus für Antibiotika – oft reicht Ruhe, viel Flüssigkeit und Geduld.

Falls die Symptome länger als eine Woche andauern, das Fieber anhält oder der CRP stark ansteigt, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Die richtige Deutung macht den Unterschied.

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