Der Tod des heiligen Matthias

Der Apostel Matthias, der nach der Bibel als Ersatz für den abgefallenen Judas Ischaryot berufen wurde, gilt als einer der weniger bekannten, aber dennoch bedeutenden Jünger Jesu. Über sein Leben ist wenig historisch gesichert, doch die Überlieferung berichtet von einem gewaltsamen Ende.

Demnach starb Matthias um das Jahr 63 n. Chr., nachdem er in Äthiopien oder in der Region Kaukasus – je nach Quelle – das Evangelium verbreitet hatte. Der am häufigsten zitierte Bericht, der auch in die mittelalterliche Sammlung „Legenda aurea“ Eingang fand, schildert, dass er von heidnischen Gegnern zunächst halbtot gesteinigt wurde. Obwohl schwer verletzt, überlebte er diesen Angriff zunächst – doch die Wut seiner Peiniger war nicht gebrochen. Schließlich wurde er mit einem Beil getötet, was ihn auch als Attribut in Darstellungen oft mit einem Beil zeigt.

Die genauen historischen Umstände seines Todes bleiben ungewiss, doch die Botschaft, die hinter seiner Verehrung steht, ist klar: Matthias gilt als Beispiel für Ausdauer und Treue bis in den Tod. Sein Gedenktag wird am 14. Februar begangen, und in vielen Kirchen wird er als Beschützer gegen Fehlentscheidungen und für die Festigung des Glaubens angerufen.

Obwohl nur wenig über sein Leben bekannt ist, bleibt Matthias eine symbolträchtige Gestalt – der Auserwählte, der bis zum Ende für das Evangelium einstand, selbst unter Todesqualen.

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