Wie erkennt man, ob sich Hautkrebs ausgebreitet hat?
Wenn bei einem Patienten schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) diagnostiziert wurde, ist eine der wichtigsten Fragen: Hat der Tumor bereits Metastasen gebildet? Das bedeutet, dass sich bösartige Zellen in andere Körperteile ausgebreitet haben – meist über das Lymphsystem oder den Blutkreislauf.
Um dies herauszufinden, setzen Ärztinnen und Ärzte verschiedene bildgebende Verfahren ein. Eine Ultraschalluntersuchung der Lymphknoten, besonders in der Nähe des ursprünglichen Befundes, ist oft der erste Schritt. Auffällige Vergrößerungen können auf eine Ausbreitung hindeuten.
Für eine umfassendere Beurteilung kommen weiterführende Methoden zum Einsatz. Eine Ganzkörper-CT oder eine MRT ermöglicht detaillierte Aufnahmen von Organen und Weichteilen. Besonders bei unklaren Beschwerden oder fortgeschrittenem Befund ist dies wichtig.
Die PET-CT kombiniert funktionelle und anatomische Bildgebung: Sie zeigt nicht nur die Struktur, sondern auch den Stoffwechsel der Zellen. Tumore und Metastasen, die viel Energie verbrauchen, leuchten hier oft deutlich auf.
In bestimmten Fällen wird auch eine Szintigrafie durchgeführt – eine nuklearmedizinische Untersuchung, bei der ein schwach radioaktives Mittel verabreicht wird, um beispielsweise Knochenmetastasen sichtbar zu machen. Ein einfaches Röntgen des Brustkorbs kann zudem Hinweise auf Absiedlungen in der Lunge liefern.
Die Wahl der Untersuchung hängt vom individuellen Risikoprofil ab – also von der Dicke des ursprünglichen Tumors, von Wachstumseigenschaften und eventuellen Symptomen. Frühe und gezielte Diagnostik erhöht die Chancen auf eine wirksame Therapie.
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